Bauernstammtisch.at

Bergbäuerinnen und Bergbauern braucht das Land!

Immer weniger Kleinbauern

Wie Salzburg24 online berichtete werden es immer weniger Kleinbauern in Österreich

Rentabilität erst bei Großgrund

Das Bauernsterben geht unaufhaltsam weiter, übrig bleiben immer größere Betriebe. Dieser bereits seit Jahrzehnten anhaltende Trend hat sich auch bei der jüngsten – und forstwirtschaftlichen Betriebe gegenüber der letzten Erhebung 2010 um 3 Prozent auf 167.500 gesunken. 1995 waren es noch 239.100 Betriebe.

Der Betriebsrückgang habe sich jedoch verlangsamt, so die Statistiker. Seit 1995, dem Jahr des EU-Beitritts Österreichs, habe sich die Anzahl um rund 71.600 Betriebe bzw. 30 Prozent reduziert, in den letzten zehn Jahren nur mehr um 22.900 Betriebe bzw. 12 Prozent. Seit 2003 gaben demnach durchschnittlich rund 2.300 Landwirte pro Jahr ihren Hof auf bzw. verkauften oder verpachteten ihre Betriebe.

Die land- und forstwirtschaftlichen Betriebe werden überwiegend als Familienbetriebe geführt. Ihr Anteil lag den vorläufigen Ergebnissen der Erhebung zufolge bei rund 92 Prozent. Endgültige Ergebnisse werden im November veröffentlicht, heißt es.

Der Trend in der eher klein strukturierten heimischen Landwirtschaft zu immer größeren Betrieben hält an: Wurde 1995 von einem Betrieb im Durchschnitt eine Gesamtfläche von 31,8 Hektar bewirtschaftet, so waren es 2013 bereits 43,5 Hektar. Die Gesamtfläche verringerte sich allerdings von 7,53 auf 7,26 Millionen Hektar, ein Minus von 3,6 Prozent.

Ähnlich verlief die Entwicklung bei der landwirtschaftlich genutzten Fläche (Ackerland, Haus- und Nutzgärten, Dauerkulturen, Dauergrünland), wo eine Steigerung der durchschnittlichen Betriebsgröße von 15,3 Hektar auf 19,0 Hektar erhoben wurde. Die Gesamtfläche verringerte sich deutlich um 19 Prozent von 3,43 auf 2,77 Mio. Hektar.

Der Trend zu größeren Einheiten ist auch bei der Tierhaltung zu beobachten: Wurden 1995 im Durchschnitt 20 Rinder gehalten, so nahm die Herdengröße seitdem kontinuierlich auf 29 Rinder pro Betrieb zu. Allerdings ging der gesamte Rinderbestand österreichweit um rund 16 Prozent von 2,32 auf 1,96 Millionen zurück.

Eine noch rasantere Entwicklung zeigt der Schweinesektor: Hier hat sich der durchschnittliche Bestand seit 1995 von 35 auf 102 Tiere fast verdreifacht. Dennoch ging auch hier der Gesamtbestand von 3,70 Mio. auf 3,0 Mio. Schweine zurück, ein Rückgang um 19 Prozent.

In der Schaf- und Ziegenhaltung sind nicht nur deutlich höhere durchschnittliche Bestände, sondern auch absolut höhere Gesamtbestände als in der Vergangenheit festzustellen. 1995 wurden 18 Schafe bzw. 4 Ziegen pro Hof gehalten, 2013 waren es schon 29 Schafe bzw. 9 Ziegen. Die Anzahl der insgesamt gehaltenen Schafe stieg von 354.600 auf 406.100, die Zahl der Ziegen erhöhte sich von 47.700 auf 85.500.

Traktormarkt bricht ein!

Traktorenmarkt_bis_April_2014

 

Von Jänner bis April 2014 wurden österreichweit nur 2.019 Traktoren neu zugelassen. Diese unerfreulichen Zahlen meldet aktuell der Club Landtechnik Austria unter Berufung auf die veröffentlichten Zulassungszahlen von Statistik Austria.

Dies ist das schlechteste Ergebnis seit fünf Jahren. Allein im April wurden im Vergleich zum Vorjahr um 211 Stk. Traktoren weniger zugelassen. Dafür konnte Steyr als einziger Traktorenhersteller sein bestes Ergebnis seit fünf Jahren verzeichnen. Von Jänner bis April 2014 konnten die St. Valentiner mit 485 Stk. neu zugelassenen Maschinen einen Marktanteil (MA) von 24% lukrieren.

Auf den Plätzen New Holland mit 320 Stk. (MA 15,8%), John Deere 281 Stk. (MA  13,9%) und der Rest der Liga, die allesamt (siehe Übersicht) außer Kubota mit 41 Neuzulassungen (MA 2%) Rückläufe zu verbuchen haben.

 

Gruß der bauernstammtisch.at

1. Öffentlicher Stammtisch

Der Bauernstammtisch Großes Walsertal veranstaltete am 09. Mai 2014 den ersten öffentlichen Stammtisch. In einer Runde von LandwirtInnen und KonsumentInnen wurde die momentane Situation und die Entwicklung in der Berglandwirtschaft diskutiert. Wir sehen das eine Begeisterung vorhanden ist. Wir bedanken uns bei den Anwesenden für die offenen Worte und die Rückenstärkung. Wir werden solch ein Stammtisch wiederholen und werden Sie Zeitgerecht dazu einladen. Wir hoffen beim nächsten Mal wieder auf eine zahlreiche Teilnahme, vielleicht auch von solchen Personen die eigentlich nicht dürfen und die eher skeptisch zum Bauernstammtisch Großes Walsertal stehen. Wir wissen das nicht alle unserer Berufsgruppe hinter uns stehen, aber es soll sich jeder an der eigenen Nase nehmen und er wird merken dass die Gesellschaft nur funktioniert, wenn Leute miteinander reden und diskutieren. Die Meinung jedes Einzelnen zählt.

Gruß der bauernstammtisch.at

öffentlicher Bauernstammtisch

Sehr geehrte Mitstreiter und Interessierte,

Am Freitag den 09.05.2014 wird der Bauernstammtisch Großes Walsertal einen öffentlichen Stammtisch abhalten.

Wir laden Dich Rechtherzlich dazu ein, um mitzudiskutieren.

Datum: 09.05.2015
Ort: Bergrettungsheim Raggal (oberhalb Feuerwehr)
Uhrzeit: 20:00

Bei Rückfragen: Jürgen Burtscher 0664/2250231

Auf zahlreiches Erscheinen freut sich

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Stellung des Bauernstammtisches

Liebe BürgerInnen, LandwirtInnen und Politischen Vertreter der Bauernstammtisch Großes Walsertal ist keine One Man Show. Wir sind einige Landwirte und Arbeiter die, die Thematik genau so sehen wie dass unsere Spitze in der Öffentlichkeit vertreten. Uns ist es wichtig, dass wir mit durchschnittszahlen und Fakten arbeiten. Es gibt natürlich unter unserer Gruppe Betriebe denen es besser und denen es schlechter geht, jedoch ist die gesamte Landwirtschaft in den extremen Berggebieten von der Bundespolitik nicht genügend unterstützt worden. Wir haben sehr viele gleichgesinnte Mitstreiter und sind auch offen für Ihre oder andere Meinungen. Wir unterstreichen und stehen mit breitem Rücken hinter den Aktivitäten, Veranstaltungen und Meinungen vom Bauernstammtisch ob es dem einen oder anderen passt oder nicht.

Gemeinsam kämpfen wir für Anliegen der Berglandwirtschaft

Der Bauernstammtisch setzt sich aus mehreren Bergbauern zusammen, die gemeinsam für Rechte und Anliegen aller Bergbauern kämpfen. Als Sprecher dieser Gruppe, haben sich Jürgen Burtscher und Bernhard Bickel zur Verfügung gestellt. All unsere Aktivitäten und Veranstaltungen werden von allen Mitgliedern des Bauernstammtisches getragen. Wir stehen geschlossen hinter unseren Sprechern und verfolgen gemeinsam unsere Ziele.

der bauernstammtisch großes walsertal

Stammtisch mit Ing. Schultes

Betriebsbesichtigung und Diskussion mit Ing. Hermann Schultes

Am 24. April 2014 konnten wir Ing. Hermann Schultes (LWK- Österreich Präsident) beim Bauernstammtisch Großes Walsertal begrüßen.

Bei einer Betriebsbesichtigungen mit anschließender Diskussion wurden die Standpunkte für uns Bergbauern sehr offen und realitätsbezogen diskutiert. Ing. Hermann Schultes wurden unsere Leistungen und klare Forderungen präsentiert. Der Bauernstammtisch hat nicht den Eindruck, dass man die Probleme seitens der LWK- Österreich angehen will. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt. 

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Beim ORF Vorarlberg

Am 24.04.2014 war der Bauernstammtisch Großes Walsertal zu Gast bei Radio Vorarlberg. Bei der Diskussionssendung „Neues bei Neustädter“ diskutierten Jürgen Burtscher und Ing. Hermann Schultes (LWK- Österreichpräsident) mit Mathias Neustädter über das Thema „Einkommensverluste – Bergbauern im Großen Walsertal schlagen Alarm“.

Sie können diese Sendung 1 Woche lag nachhören. Hier geht’s zur Sendung in voller Länge.

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